Naturparkwoche der 2. Klasse
Die 2. Klasse verbrachte die vorletzte Schulwoche des Schuljahres 2024/25 nicht im Klassenzimmer, sondern in den Bergen. Im Rahmen einer fünftägigen Hüttentour erkundeten die Schüler/innen den Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen.
Tag 1:
Am Montag in der Früh trafen die 24 Schüler/innen bei Traumwetter an der Schule ein, beladen mit großen Rucksäcken, Hüttenschlafsäcken und Proviant für die bevorstehende Woche. Wenn man fünf Tage lang in den Bergen unterwegs ist, gilt es, leicht zu packen und mit dem Nötigsten auszukommen. Schließlich wussten wir, dass wir unser Gepäck über die Woche hinweg selbst tragen mussten. Mit dem Bus ging es zum Alpengasthof Breitlahner, wo wir uns mit Andi und Maria vom Naturpark trafen. Während der Wanderung zur Berliner Hütte lernten die Schüler/innen in kurzen Theorieeinheiten und Spielen einiges zu den Themen Wetter, Witterung und Klima. Ein großes Thema waren außerdem die Gletscher und wie diese die Landschaft im Naturpark über Jahrhunderte hinweg geprägt haben. Nach einem ereignisreichen Tag und einem üppigen Abendessen wurden noch ein paar Spiele gespielt. Im Anschluss bezogen wir die Zimmer für eine erholsame Nachtruhe.
Tag 2:
Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Bach unterhalb der Berliner Hütte. Dort erkundeten wir die vom Gletscher geprägte Landschaft und beschäftigten uns damit, welche Pflanzen dort wachsen und welche Tiere im Bach zu finden sind. Außerdem wurden von den Schüler/innen „Miniatur-Gletscher“ gebaut, mit denen die Bewegungen des Eises auf einem echten Gletscher nachgestellt werden konnten. Um die Mittagszeit verabschiedeten wir uns von den beiden Naturpark-Führern und machten uns auf in Richtung Schwarzsee. Nach der Hitze während der Wanderung nach oben kam das kalte Wasser des Sees gerade gelegen. Die allermeisten Schüler/innen ließen sich von den eisigen Wassertemperaturen nicht abschrecken und sprangen kurzerhand ins kühle Nass. Da hatten natürlich auch die Lehrpersonen keine Ausrede mehr, und wagten ebenfalls den Sprung in den See. Gut erfrischt traten wir den Abstieg zur Alpenrosenhütte an. Dort wartete eine Überraschung, denn wir hatten die ganze Hütte für uns allein und wurden von den Wirtsleuten mit einer Vielfalt an Speisen vom Grill verwöhnt. Das Grillen vor dem Alpenpanorama war ein ganz besonderes Erlebnis und der Appetit war nach dem anstrengenden Tagesprogramm natürlich groß. Obwohl am Abend einige Schüler von Heimweh geplagt wurden, gingen letztendlich auch der zweite Tag und die zweite Nacht gut vorüber.
Tag 3:
Von der Alpenrosenhütte ging es zu Fuß zurück ins Tal zum Alpengasthof Breitlahner und von dort aus mit dem Bus weiter zum Schlegeis-Stausee. Nun stand uns die sicherlich anstrengendste Wanderung der Woche bevor, denn wir machten uns in der Nachmittagshitze über den steinigen Wanderweg auf den Weg nach oben zur Olpererhütte. Wir legten viele Trinkpausen ein und erreichten schließlich unser Ziel. Nach dem Abendessen nutzten wir die spektakuläre Kulisse vor Ort, um ein paar Fotos auf der berühmten Hängebrücke vor dem Stausee zu machen. Danach fielen wir müde von den Strapazen des Tages ins Bett.
Tag 4:
Am Donnerstag nahmen wir uns vor, früh aufzubrechen, denn laut Wetterbericht würden uns am Nachmittag ein Gewitter und starker Regen erreichen. Um kurz nach 8 Uhr starteten wir also unsere letzte lange Wanderung der Woche, von der Olpererhütte zum Pfitscherjochhaus. Über Geröllfelder und Bäche hinweg ging es im steinigen Gelände fast fünf Stunden lang unserer letzten Schutzhütte entgegen. Kurz nach 13 Uhr überschritten wir die Grenze zu Südtirol und sahen die Hütte vor uns. Einige Schüler/innen nutzen noch einmal den See nebenan für eine kurze Erfrischung, bevor wir uns eine deftige Suppe zum Mittagessen schmecken ließen. Den Nachmittag verbrachten die Schüler/innen damit, kleine Theaterstücke einzustudieren, die sie im Anschluss der ganzen Klasse präsentierten. Es wurde viel gelacht und wir entdeckten unter den Kindern das ein oder andere Schauspiel-Talent. Den restlichen Nachmittag und Abend füllten wir mit gemeinsamen Karten- und Brettspielen wie Watten, Werwölfe, Uno und Schach. Auch das Abendessen war ein Highlight, denn ausnahmsweise durfte sich jeder selbst seine Leibspeise bestellen. Und so verbrachten wir nach einem gelungenen Abendprogramm unsere letzte Nacht im Pfitscherjochhaus.
Tag 5:
Der Freitagmorgen war von Vorfreude geprägt, denn es stand nur noch der Heimweg an. Trotz vielen tollen Erlebnissen, lustigen Erfahrungen und gemeinsamer Zeit mit Freunden und Klassenkameraden hatte sich nach vier anstrengenden Wandertagen doch auch ein wenig Erschöpfung eingeschlichen. So freuten sich nun alle schon wieder auf die Familie, die warme Dusche und das eigene Zimmer daheim. Mit weniger Proviant und dafür vielen neuen Erinnerungen im Gepäck kamen wir schließlich alle wieder heil in Tux an.
Wir sind dankbar, dass wir in allen Hütten so herzlich aufgenommen und betreut wurden. Ein großes Dankeschön geht auch an Andi und Maria vom Naturpark, die uns an den ersten beiden Tagen begleitet haben, und an meine Kollegen Andreas Rausch und Lukas Tipotsch, die mir in dieser Woche als Begleitpersonen zur Seite gestanden sind. Am dankbarsten sind wir aber sicherlich alle dafür, dass wir gemeinsam eine Erfahrung machen durften, die uns noch für viele Jahre in guter Erinnerung bleiben wird.
Liebe zweite Klasse, ich freue mich sehr, dass ich diese geniale Woche noch einmal mit euch als Klassenvorstand verbringen durfte. Danke für die gemeinsame Zeit. Ihr wart der Hammer!
Maria Eberl
